Nachhaltigkeit wird (m)essbar

Nachhaltigkeit wird für uns alle immer wichtiger, kaum ein Tag, an dem wir uns nicht damit befassen. Nur darüber zu reden, bringt uns allerdings nicht weiter – wir müssen auch etwas dafür tun – und wir alle können unseren Teil dazu beitragen. Mit einer pflanzenbetonten Ernährung können wir alle unseren Alltag nachhaltiger gestalten. Das ist ganz einfach umsetzen und schmeckt dazu auch noch richtig gut. Wir tun aber noch mehr.

Wir unterstützen ein Projekt, das zum Erhalt des brasilianischen Regenwaldes beiträgt und die Lebenssituation der Anwohner dort verbessert. Außerdem legen wir eine Streuobstwiese quasi in unserer Nachbarschaft an, um zur Biodiversität hierzulande beizutragen. Nachhaltigkeit bedeutet schließlich weit mehr als nur Bäume pflanzen.

Nachhaltigkeit gehört ganz selbstverständlich zu unserer Unternehmensphilosophie. Bei all unserem Tun haben wir klar definierte Ziele, an deren Umsetzung wir täglich arbeiten.

Unsere Ziele im Bereich Nachhaltigkeit

Als rein pflanzliches Produkt ist Simply V sowieso schon nachhaltiger als Käse, aber das reicht uns noch lange nicht. Da uns Nachhaltigkeit am Herzen liegt, haben wir ein ganzes Team, das sich damit beschäftigt. Wir möchten uns stetig weiterentwickeln und haben uns bis 2025 ehrgeizige Ziele gesetzt, an deren Umsetzung wir konsequent arbeiten. Wir möchten

  • die CO2-Emissionen unserer Produkte um 30 % reduzieren
  • die Kunststoffmenge pro Packung um 25 % reduzieren
  • den Anteil von recyceltem oder biobasiertem Kunststoff auf 75 % der Verpackungsmenge erhöhen
  • die Verpackung unserer Produkte vollständig recycelbar machen

CO2-Emissionen: Vermeiden – Reduzieren - Ausgleichen

CO2-Emissionen sind in unserer Welt unvermeidbar. Weil sie eine der Hauptursachen für den Klimawandel sind, müssen wir diese Emissionen so gering wie möglich halten. Wir von Simply V haben das verstanden und möchten mit unserem Verhalten ebenso wie mit unseren Produkten dazu beitragen, dass die Erde ein lebenswerter Planet bleibt.

Das Vermeiden von CO2 ist unser vorrangigstes Ziel. Um die Energieeffizienz aller Unternehmensprozesse zu analysieren und zu optimieren, haben wir bereits seit längerem ein Energiemanagement-System eingeführt. Zum Beispiel verwenden wir seit 2019 ausschließlich „Öko-Strom“ aus Wasserkraft. Damit ist es uns 2020 gelungen, die indirekten Emissionen komplett zu vermeiden, die durch leitungsgebundene Energie entstehen.

Um unsere direkten CO2-Emissionen durch Wärmeerzeugung, Kältemittel oder unseren Fuhrpark so gering wie möglich zu halten bzw. weiter zu reduzieren, gibt es verschiedene Maßnahmen. Zum Beispiel setzen wir energieeffiziente Antriebe und Pumpen ein. Damit ist es uns 2020 gelungen, unsere direkten Emissionen anteilsmäßig fast zu halbieren.

Ganz vermeiden können wir Emissionen aber nicht, auch wenn wir noch so nachhaltig und sparsam wirtschaften. Daher engagieren wir uns in Brasilien sowie hier in Deutschland, um unsere unvermeidbaren CO2-Emisisonen komplett auszugleichen.

Waldschutz in Portel, Brasilien

Wir haben uns entschieden, zum Erhalt des brasilianischen Regenwaldes beizutragen, denn tropische Wälder sind einer der größten CO2-Speicher überhaupt und spielen auch beim Artenschutz eine entscheidende Rolle.

„Unser“ Projekt liegt im Amazonasgebiet im Norden Brasiliens im Bundesstaat Pará. Das Land dort wäre perfekt geeignet für den Anbau von Soja: Es ist flach und leicht zugänglich, der Boden ist fruchtbar und es gibt mehrere Häfen in der Nähe. Um zu verhindern, dass der Regenwald dort für Sojaplantagen abgeholzt wird, werden den Anwohnern die erforderlichen Landrechte offiziell verschafft. Das ist von grundlegender Bedeutung, weil sich nach brasilianischem Landrecht jeder (vermeintlich) ungenutztes Land aneignen, abholzen und bewirtschaften kann. Selbst Naturschutzprojekte gelten in Brasilien als ungenutztes Land! Verfügen die Anwohner aber über die entsprechenden Landtitel, gilt das Gebiet nicht mehr als ungenutzt und kann legal nicht mehr besetzt werden. Allein 2020 erhielten 700 Familien Landbesitzrechte an insgesamt mehr als 50.000 Hektar.

So tragen wir zum einen zum Schutz des Regenwaldes bei, zum anderen verbessern wir die Lebensbedingungen der Anwohner durch alternative Einkommensquellen und Bildungsangebote.

Das Waldschutzprojekt in Portel liegt uns umso mehr am Herzen, weil uns schon bei der Entwicklung von Simply V klar war, dass wir konsequent auf Soja verzichten, weil dafür Regenwald abgeholzt wird. Das Projekt ist nach internationalen Standards zertifiziert (Verified Carbon Standard (VCS) in Kombination mit den Climate, Community & Biodiversity Standards (CCBS)).  Auf unseren Social-Media-Kanälen halten wir euch über die aktuellen Entwicklungen in Portel auf dem Laufenden.

 

Bildnachweis: ©ClimatePartner

Streuobstwiese im Allgäu

„Vor der eigenen Haustür“ engagieren wir uns ebenfalls. Im Herbst legen wir im Allgäu eine Streuobstwiese mit alten Baumsorten an, die vom Aussterben bedroht sind. Auch wenn die Streuobstwiese kein offiziell zertifiziertes Projekt ist, schaffen wir damit doch bei uns neuen Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, tragen zur Biodiversität bei und binden gleichzeitig CO2. Und das ist uns wichtig.

 

Bildnachweis: ©iStock.com/xalanx

Verpackungen – reduzieren & recyceln

Natürlich wäre es uns am liebsten, wir könnten ganz und gar auf Kunststoff verzichten. Das geht leider nicht. Es versteht sich aber von selbst, dass wir unsere Verpackungen so umweltverträglich machen wie möglich. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, das Plastik zu reduzieren und die Recyclingfähigkeit zu verbessern. Ein gutes Beispiel sind die Genießerscheiben.

Mit deutlich dünneren Folien sparen wir seit März 2021 ganze 18 % an Kunststoff ein. Gleichzeitig bestehen die neuen Genießerscheiben-Packungen zu 30 % aus recyceltem Kunststoff. Allein durch diese Maßnahme sparen wir so viel CO2 ein, wie ein Auto auf einer Million Kilometer ausstößt.

Auch die Beutel für den Simply V Reibegenuss und den Simply V Pastagenuss werden dünner, damit wir noch mehr Plastik einsparen. In einem nächsten Schritt sollen die Beutel dann auf Monomaterial umgestellt werden, das zu 100 % recyclingfähig ist. So arbeiten wir daran, alle Verpackungen Stück für Stück umweltfreundlicher zu machen.

Rohstoffe – sorgfältig ausgewählt

Wir wollen für unsere Produkte nur die besten Zutaten verwenden und wählen sie daher mit sehr viel Sorgfalt aus. Unser Liebling ist die kalifornische Mandel. Nur diese ist zu 100% süß und enthält keine Bitterstoffe, was für den Geschmack unserer Produkte entscheidend ist.

Aber wir fangen schon vorher an – bei der Auswahl der Lieferanten. Wir arbeiten nur mit Betrieben, die Mitglied im Almond Board of California sind. Das Board legt bereits seit 2009 Nachhaltigkeitsprogramme auf. Von der Qualität der Mandeln und den Anbaubedingungen hat sich unsere Geschäftsführerin Caroline zusammen mit Dirk, unserem Leiter Produktentwicklung & Technologie, vor Ort überzeugt. Informationen dazu findet ihr in unserem Video zur Mandel.

Unsere hohen Anforderungen gelten auch für alle anderen Rohstoffe. Unser Kokosöl stammt z. B. von ausgesuchten Plantagen, seine Rückverfolgbarkeit ist gewährleistet und es wird garantiert nicht von Affen geerntet.

 

Transparenz schaffen & vermitteln

Unseren ökologischen Fußabdruck lassen wir von ClimatePartner berechnen. In die Berechnung fließen sowohl unsere direkten als auch unsere indirekten Emissionen ein, die z. B. entlang unserer Lieferkette entstehen, durch die Anfahrtswege unserer Mitarbeiter oder durch die Abfallentsorgung, um nur einige zu nennen. So können wir Einsparpotenziale identifizieren und Maßnahmen entwickeln, um unsere Ziele in punkto Nachhaltigkeit zu erreichen.

Zusätzlich haben wir den ökologischen Fußabdruck der Simply V-Produkte von der Schweizer Umweltorganisation Eaternity bewerten lassen.

Eaternity bewertet Produkte in vier Kategorien mit maximal drei Sternen, und zwar

  • Klima
  • Tierwohl
  • Wasser
  • Regenwald

Beim „Klima“, dem „Tierwohl“ und dem „Regenwald“ erhielten Simply V-Produkte immer die beste Bewertung: jeweils drei Sterne. Beim „Wasser“ war das wegen des Mandelanteils ein wenig anders: Während die Genießerscheiben drei Sterne bekamen, erhielten alle anderen Produkte – Streichgenuss, Reibegenuss, Pastagenuss und Frischegenuss – einen Stern.

 

Du willst noch mehr darüber wissen,

wie wir mit unserer Ernährung einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können? Pflanzliche Lebensmittel lassen sich weitaus ressourcenschonender herstellen als tierische. Einige Infos dazu findest du hier: